Altes Vereinsgebäude am Eisteich

Vereinsgeschichte

Über 100 Jahre Sport in Hof

Schwimmverein Hof 1911 e.V. - Vereinsarchiv
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1919-1945

Georg Frisch war es, der 1919 die wenigen aus dem Krieg heimgekehrten Idealisten zusammensuchte und so den Schwimmverein wieder ins Leben zurückrief. Er wurde zum 1. Vorstand der Nachkriegszeit gewählt. Die Begeisterung für den Schwimmsport in Hof war groß und so wuchs auch der Verein rasch an. Bereits 1920 konnten die ersten Schwimmfeste in Amberg und Bamberg besucht werden und auch leistungsmäßig ging es ständig voran. 1921 wurde die bestehende Sommerbadeanstalt an der Ascher Straße umgebaut und die beiden Badebereiche für Damen und Herren nebeneinander angelegt. In der Saale war es nun sogar möglich, dass Männer und Frauen gemeinsam schwimmen konnten – welch’ ein Fortschritt innerhalb von zehn Jahren! Nur die in der Satzung formulierte Forderung zum Bau eines Hallenbades konnten alle Vereinsvorsitzenden dieser Ära, nicht verwirklichen.
Nach und nach gesellten sich zu den Schwimmern vier weitere Sportarten, die mit dem „Element Wasser“ in festem oder flüssigen Zustand zu tun hatten: 1921 der Eislauf, 1922 der Skilauf, 1926 der Faltbootsport und 1932 Eishockey.
Am 17. Februar 1922 wurde der „Schwimmverein Hof 1911“ offiziell in das erst jetzt bestehende Vereinsregister eingetragen und war somit „e.V.“ Die Deutsche Meisterschaft im 7,5 km Stromschwimmen 1923 durch Georg Frisch und die sportlichen Erfolge der Eislauf- und der Skiabteilung steigerten die Popularität des Schwimmvereins, dienten diese beiden Sportarten den wettkampferprobten Schwimmern doch als Ausgleichsport im Winter.
Für die Betreuung der Eisfläche am zugefrorenen Eisteich unterhalb des Theresiensteins stand bereits 1924 ein Eispfleger zur Verfügung. Das im Jugendstil gebaute Eisteichgebäude wurde 1925 öffentliche Gaststätte und zugleich Vereinsheim und somit Versammlungsstätte der immer größer werdenden Zahl von Aktiven der einzelnen Abteilungen. Hans Berg gelang es 1934 als neuer 1. Vorsitzender den Schwimmverein durch eine schwierige Zeit zu führen. Im Gegensatz zum Arbeiterwassersportverein wurde der „bürgerliche“ Schwimmverein 1933 nicht verboten und trotz des Verbotes für Jugendarbeit in den Vereinen am 01. August 1938 stieg die Zahl der Mitglieder im Jahr 1939 auf 818 und der sportliche Aufstieg setzte sich kontinuierlich fort. Abermals zerstörte die Politik die schönsten Hoffnungen, denn mitten hinein in die reife Früchte tragende sportliche Vereinsarbeit platzte der Ausbruch des 2. Weltkrieges im Herbst 1939.
Fast schien es, als sollte das Vereinsleben ein zweites Mal zum Erliegen kommen, doch in den ersten Kriegsjahren fanden sich noch genug ältere Vereinskameraden, die, noch freigestellt vom Wehrdienst, die sportliche Arbeit erledigten. Als diese dann auch zum Kriegsdienst eingezogen wurden, ruhte zwar der Sport, doch für den organisatorisch-finanziellen Bereich fanden sich Frauen wie Rosa Berg und Marie Jahn sowie Hauptkassier Julius Peetz. Ihnen ist es zu verdanken, dass nach Kriegsende der Sport im Verein unverzüglich wieder aufgenommen werden konnte und man im finanziellen Bereich nicht bei Null anfangen musste.