Altes Vereinsgebäude am Eisteich

Vereinsgeschichte

Über 100 Jahre Sport in Hof

Schwimmverein Hof 1911 e.V. - Vereinsarchiv
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1945 bis 1971

Mit Dr. Walter Koch wurde der Mann gefunden, der die nicht leichte Aufgabe der Vereinsführung in den schwierigen Nachkriegsjahren übernahm. Nach und nach stiegen die „alten Idealisten“ wieder in die Vereinsarbeit ein und es kam Schwung in die sportlichen Vereinsarbeit. Gemäß der olympischen Devise „Schneller, Höher, Stärker“ wurde ab jetzt der Leistungssport forciert. Wesentlich härtere Trainingsmethoden wurden eingeführt und in allen Abteilungen bildeten sich Leistungsgruppen, die rasch den Anschluss zur bayerischen Spitzenklasse erreichten.
Die Eröffnung des Hofer Hallenbades im Jahre 1952 sorgte schließlich für den Durchbruch unserer Schwimmer zur Spitze des deutschen Schwimmsports. Endlich ging § 1 der Vereinssatzung von 1911 in Erfüllung. Für die Schwimmer, deren Trainingsmöglichkeiten bislang auf die wenigen warmen Wochen in unserer als recht kalt bekannten Region beschränkt war, bestanden nun annähernd gleiche Trainingsbedingungen wie in anderen Städten mit Hallenbädern. Unvergesslich sind die großen Erfolge des Hofer Ausnahmeschwimmers und „Sportler des Jahres“ Gerhard Hetz, der in den Jahren von 1959–1966 neben olympischen Medaillen auch zwei Weltrekorde, elf Europarekorde und 43 deutsche Rekorde erschwamm.
Für unsere Skisportler erfolgte 1949 die Wiederaufnahme des Wettkampfsports im Fichtelgebirge mit schönen Erfolgen im Skilanglauf und Skisprung. In Gemeinschaftsarbeit entstand die Skihütte am Schneeberg.
Auch in der Faltbootabteilung konnte mit der Zeit der Anschluss an die alte rennsportliche Tradition der Vorkriegszeit wiederhergestellt werde. Zwar wurde 1945 fast das gesamte Bootsmaterial aus dem Bootshaus am Eisteich gestohlen, so konnten doch 1949 bereits wieder 20 Faltboote untergebracht werden. Die Wanderpaddler befuhren mit Begeisterung Flüsse und Seen in Deutschland und Österreich.
Im Jahr 1946 wurde die Tischtennisabteilung gegründet. Es war die erste Sparte ohne direkten Bezug zum „Element Wasser“. Blieben sportliche Steigerungsmöglichkeiten zunächst aus, da erst eine Halle für den Trainingsbetrieb gefunden werden musste, gelang doch bereits 1948 mit der Mannschaft der Aufstieg in die Nordbayerische Oberliga.
1953 formierte sich aus einem bis dahin losen Verbund idealistischer Freizeitsportler die Faustballabteilung, um im oberfränkischen Punktspiel-geschehen mitzumischen. Bereits ein Jahr später war die 1. Mannschaft Meister in der Bezirksklasse, der höchsten Spielklasse Oberfrankens.
Am 9. Mai 1957 trafen sich die Hofer Federballsportler in der Gaststätte „Alter Bahnhof“ und gründeten die Badmintonabteilung. Bislang spielten die Pioniere des Hofer Federballspiels als Betriebssportgruppe der Neuhofer Spinnerei, hatten aber schon bald den Wunsch, sich sportlich bei Wettkämpfen zu messen. Bereits im gleichen Jahr konnten bei der Nordbayerischen Meisterschaft in Nürnberg beachtliche Erfolge erzielt werden und der Sportbetrieb der jungen Abteilung nahm einen raschen Aufschwung.
Schon lange bevor 1962 die Eisschießabteilung gegründet wurde, war der Sport der unter dem Namen „Eiskegeln“ heimisch. Bei Eiswetter trafen sich die Männer am Hofer Eisteich und schossen mit eisenbereiften Holzkegeln auf die „Daube“. Mit dem Einstieg in den Wettbewerb um die Kreis- und Bezirksmeisterschaft wurden Turniereisstöcke mit Wechselplatten angeschafft und durch systematisches Training stellten sich schöne Erfolge auf fränkischer und bayerischer Ebene ein. Neben den Männern bildete sich bald auch eine Damenmannschaft, die in kürzester Zeit in der bayerischen Oberliga von sich Reden machte und bereits 1966 an der Deutschen Meisterschaft am Tegernsee teilnehmen durfte.
Am 17. Mai 1962 wurde ins Vereinsregister als weitere im Schwimmverein betriebene „Nichtwassersportart „Basketball“ eingetragen. Leider löste sich nach einigen Jahren regen Spielbetriebes diese Abteilung aber wieder auf.
Im Jahre 1969 etablierte sich im Schwimmverein die Eis- und Rollschnelllaufabteilung. Aus dem Lager der Kunstläuferinnen herüber gewechselt holten vier junge Damen innerhalb kürzester Zeit vier deutsche Meistertitel nach Hof.